Grabmalauszeichnung 2016

Heute Freitag, 28. Oktober 2016, zeichnete die Stadtgärtnerei Basel anlässlich der 21. Grabmalprämierung fünf Bildhauerunternehmen für ihre ausserordentlichen Arbeiten aus. Eine durch die Friedhofkommission eingesetzte Jury beurteilte die Reihengrabmale auf dem Friedhof am Hörnli der im Jahr 2014 Verstorbenen.

Für die diesjährige Grabmalauszeichnung nahm eine Jury sämtliche Reihengräber für Erd- und Urnenbestattungen auf dem Friedhof am Hörnli der im Jahr 2014 Verstorbenen in Augenschein. Das vierköpfige Gremium setzte sich zusammen aus der Architektin Rebekka Brandenberger, der Künstlerin Sonja Feldmeier, dem Bildhauer Stefan Mesmer von der Friedhofkommission sowie dem externen Experten und Künstler Pawel Ferus. Von den insgesamt 300 Grabmalen prämierte es fünf aussergewöhnliche Arbeiten, die durch ihre künstlerische und handwerkliche Qualität überzeugen. Die Arbeiten folgender Bildhauerinnen und Bildhauer wurden ausgezeichnet: Philippe Baur, Basel, Joseph Bossart, Basel, Alois Grüter, Sursee, Atelier Mazzotti, Basel, und Roman Müller, Basel. Zusätzlich hat die Jury zwei Grabmale als beispielhaft bewertet. Sie stammen von Philipp Käppeli aus Ettingen und dem Atelier Mazzotti.

Regierungrat Hans-Peter Wessels, Vorsteher des Bau- und Verkehrsdepartementes Basel-Stadt, würdigte anlässlich einer kleinen Feier auf dem Friedhof am Hörnli die ausgezeichneten Arbeiten. Er sprach den anwesenden Bildhauern seine Anerkennung aus und dankte den Angehörigen, die in der Regel auch die Auftraggeber der Grabmale sind, dafür, dass sie ihr Andenken an die Verstorbenen auf so persönliche und einfühlsame Weise zum Ausdruck gebracht haben. In seiner Rede zeigte er auf, dass die Entwicklung und Ausgestaltung eines Grabmals einem Gespräch mit dem Verstorbenen gleichkommt, das über den Tod hinaus weitergeführt wird. Nicht an der Prämierung dabei sein konnte Joseph Bossart, der im letzten Jahr verstarb. Marc Lüthi, Leiter Bestattungswesen der Stadtgärtnerei Basel, ehrte sein Schaffen und dankte ihm dafür, dass er mit seinen Arbeiten den Friedhof am Hörnli bereicherte.

Die Stadtgärtnerei Basel und die Friedhofkommission wollen mit dem jährlich verliehenen Preis auf die individuell gestalteten Grabsteine aufmerksam machen und gleichzeitig dem mit der Massenproduktion einhergehenden Qualitätsverlust der Grabmalkultur entgegenwirken. Die ausgezeichneten Grabmäler sollen einerseits zeigen, dass innerhalb der vorgegebenen Normen eine Vielzahl von Ausdrucksformen möglich ist, andererseits sollen die Angehörigen dazu ermuntert werden, im Dialog mit dem Bildhauer respektive der Bildhauerin, eine der verstorbenen Person entsprechende Gestaltung zu finden.

Die Bildhauerfirmen der fünf prämierten Grabmale erhielten je 500 Franken. Die Stadtgärtnerei publiziert ein Porträt sowohl der prämierten als auch der beispielhafen Steine in der jährlich neu aufgelegten Broschüre „Beispielhafte Grabmale“.

Hinweise:

Weitere Informationen unter http://www.stadtgaertnerei.bs.ch/bestattungswesen/grabmale/ausgezeichnete-grabmale.html

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