Die Stadtgärtnerei pflanzt im Solitudepark eine Gemeine Fichte anlässlich des internationalen Tags des Baumes

Der 25. April ist der internationale Tag des Baumes. Aus diesem Anlass pflanzt die Stadtgärtnerei im Solitudepark eine Gemeine Fichte. Diese Baumart ist Baum des Jahres 2017. Die Grünanlage bietet den Wurzeln ideale Boden- und Platzverhältnisse, sich zu entfalten. Der Park selbst weist bereits eine Durchmischung aus Nadel- und Laubhölzern auf, so dass sich der Jungbaum gut einfügen wird.

Die Gemeine Fichte ist Baum des Jahres 2017. Anlässlich des «internationalen Tag des Baumes» pflanzt die Stadtgärtnerei heute, 25. April, im Solitudepark eine junge Fichte. Die Stadtgärtnerei wählte diesen Standort bewusst: Als Waldbaum brauchen die Wurzeln der Fichte genügend Platz und einen tiefgründigen, feuchten und gut durchlüfteten Boden, um sich auszubreiten. Die Fichte würde sich daher nicht als Alleebaum eignen. Der Jungbaum kommt im nordwestlichen Teil zu stehen und schirmt – zusammen mit den anderen dort stehenden Nadelbäumen und Laubhölzern – den Park von der Grenzacherstrasse ab. Vor der Baumpflanzung lädt die Stadtgärtnerei um 17 Uhr alle Interessierten zu einem Rundgang unter fachlicher Führung ein.

Die Gemeine Fichte (Picea abies), auch Gewöhnliche Fichte oder Rottanne genannt, ist in der Schweiz heimisch. Sie hat einen geraden, aufrechten Stamm, der sich jedes Jahr an der Spitze um einen Trieb verlängert und einen neuen Strauss aus Seitenästen treibt. Dies führt zu einem etagenweisen Aufbau. Unter idealen Bedingungen können Fichten bis fünfzig Meter hoch werden, einen Stammdurchmesser bis 150 cm bilden und bis 400 Jahre alt werden. Allerdings sind in der Stadt die Standortbedingungen meist weniger ideal, so dass die Bäume weniger gross werden und die Lebenserwartung geringer ist. Da die Fichte kein typischer Stadtbaum ist, wachsen in den öffentlichen Grünanlagen der Stadt Basel lediglich 72 Gewöhnliche Fichten. 36 davon stehen im Kannenfeldpark und 22 auf dem Friedhof am Hörnli. In der nordöstlichen Ecke des Friedhofs stehen ein paar stattliche Exemplare mit einem Alter von rund 100 Jahren.

Vor allem in den Alpen ist die Gemeine Fichte oft die einzige Waldbaumart, die gut gedeiht. Sie eignet sich daher als Lawinenschutz, denn auf bewaldeten Hängen können kaum Lawinen entstehen. In tieferen Lagen ist die Fichte ein bedeutsamer Holzlieferant – ihr Holz ist relativ leicht, fest und elastisch. Es kommt als Bauholz, für Möbel und als Rohstoff in der Papierindustrie zum Einsatz. Die Nadeln der Fichten enthalten ätherische Öle, die antibakteriell wirken. Sie werden bei Atemwegerkrankungen und als Badezusatz verwendet. Die Fichte liefert ausserdem den Rohstoff für Honig. Während der Austriebszeit zapfen Schild- und Rindenläuse die zuckerhaltigen Leitungsbahnen der Fichte an und scheiden später den süssen Saft als Honigtau aus. Honigbienen sammeln neben Nektar auch diesen Honigtau ein und verarbeiten ihn weiter zu dem hell- bis dunkelbraunen Waldhonig.

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