Libellen

Keilflecklibelle (Aeshna isosceles)

Die Keilflecklibelle war bis vor wenigen Jahren nur in relativ grossen Gewässern mit dichter Vegetation im Mittelland zu beobachten. Die Art breitet sich jedoch seit einiger Zeit aus und hat unterdessen auch Basel erreicht. Die Entwicklungszeit der Keilflecklibelle ist variabel und hängt von der Temperatur ab. Die meisten Larven benötigen ein bis zwei Jahre für ihr Heranwachsen, in Ausnahmefällen können es auch drei Jahre sein.

Gebänderte Prachtlibelle (Calopteryx splendens)

Auf den ersten Blick gleichen die auffälligen Männchen der Gebänderten Prachtlibelle mit ihrer schillernden, blauen Färbung Schmetterlingen. Erst der lange, schlanke Hinterleib und die verlängerten Flügel verraten die Zugehörigkeit zu den Libellen. Wenn das Männchen am Ufer tanzend hin- und herfliegt, markiert es sein Revier, das es gegenüber Eindringlingen verteidigt. Fliegt ein Weibchen auf der Suche nach einem Eiablageplatz ins Revier, wird es vom Männchen mit einem Flugtanz umworben. Ist das Weibchen zur Paarung bereit, ergreift das Männchen seine Partnerin und fliegt mit ihr in die Ufervegetation. Dort bilden sie das Paarungsrad, in dem die Spermaübertragung stattfindet.

Gelbe Keiljungfer (Gomphus simillimus)

Lange Zeit gelangen Nachweise der Gelben Keiljungfer nur im Altrhein nördlich von Märkt und im Hochrhein oberhalb von Stein-Säckingen. Erst nach der genaueren Untersuchung der Ufer oberhalb des Kraftwerks Birsfelden wurde klar, dass diese Libelle sich auch im Kanton Basel-Stadt entwickelt. Die auffälligen, intensiv gelb gefärbten Tiere können zwar nur selten beobachtet werden. Doch die Schlupfhäute (Exuvien), welche die Tiere bei ihrer Häutung am Ufer zurücklassen, erleichtern den Nachweis.

Pokal-Azurjungfer (Erythromma lindenii)

Die Pokal-Azurjungfer wurde 2009 erstmals im Kanton Basel- Stadt beobachtet. Das Männchen fliegt meist nur wenige Zentimeter über der Wasseroberfläche im Bereich der Tauchblatt- und Schwimmblattvegetation, auf der es sich von Zeit zu Zeit niederlässt. Die Ufer der Gewässer sind oft nur von einem lockeren Röhricht bewachsen. Die unterschiedlich dichte Tauchblattvegetation bildet den Lebensraum für die Larven. Dort sind diese nicht zuletzt auch dank ihrer grünen Färbung gut vor Fischen geschützt.

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