Wildbienen

Eine Wildbiene sucht auf einer Blüte nach Nektar.

In der Schweiz gibt es rund 600 verschiedene Bienen-Arten. Die allen bekannte Honigbiene ist nur eine davon. Bienen gehören zu den wichtigsten Bestäuber von Wild- und Nutzpflanzen und haben eine unverzichtbare Aufgabe in unseren Ökosystemen. Mit selbst gebastelten oder gekauften Nisthilfen und einem passenden Blumenangebot lassen sich in jedem Garten geeignete Lebensräume für Wildbienen erstellen.

Was ist eine Wildbiene?

Unter dem Begriff «Wildbiene» versteht man wild lebende Bienen. Da die Honigbiene in Mitteleuropa nicht mehr wild vorkommt, sondern vom Menschen zur Nutzung von Honig und Bienenwachs domestiziert wurde, gehört sie bei uns nicht zu den Wildbienen sondern vielmehr zu den Nutztieren. Zu den Wildbienen zählen auch sämtliche Hummelarten. Wespen hingegen bilden eine eigene Familie.

Lebensweise

Die meisten Wildbienen leben einsiedlerisch und werden deshalb auch als Solitärbienen bezeichnet. Sie bilden also keine Sozialstaaten wie die Honigbiene. Zwischen der solitären und der hoch sozialen Lebensweise der Honigbiene gibt es aber alle möglichen Übergänge. Ein Beispiel sind die Hummeln, die ähnlich wie die Honigbiene in kleineren oder grösseren Gesellschaften leben, die aber jeden Herbst zugrunde gehen; nur die befruchteten Königinnen überleben und gründen im nächsten Frühling in einer solitären Phase ein neues Volk. Die Königinnen der Honigbienen wären dazu nicht in der Lage; sie sind ohne ihr Volk nicht überlebensfähig.


Bienenarten

Eine Biene kennen wir alle: die Honigbiene. Sie ist aber nur eine von rund 600 Bienen-Arten in der Schweiz. Weltweit gibt es schätzungsweise 20‘000 bis 30‘000 Bienenarten. Die Farben- und Formenvielfalt unter den Bienen ist sehr gross. Es gibt kleine (5–7 mm), grosse (25– 28 mm), behaarte, unbehaarte, schwarze, rot gefärbte oder wespenartig gelb gestreifte, die auf den ersten Blick oftmals gar nicht als Bienen erkannt werden. Die Bienen gehören systematisch zusammen mit den Wespen und Ameisen zu der Ordnung der Hautflügler (Hymenoptera). Allen Bienen gemeinsam ist, dass sie sich im Gegensatz zu den Wespen und Ameisen ausschliesslich vegetarisch von Pollen und Nektar ernähren. Mit der Ausnahme von stachellosen Bienen in den Tropen, besitzen alle Bienenweibchen einen Giftstachel, den sie jedoch nur zur Selbstverteidigung benützen. Man braucht sich also in keiner Weise vor Wildbienen zu fürchten. Die Wildbienen sind im Vergleich zur Honigbiene und Wespen sehr viel friedfertiger und greifen den Menschen auch in nächster Nähe ihrer Nester nicht an.
 

Wildbienen

Efeu-Seidenbiene Colletes hederae Zoom

Efeu-Seidenbiene Colletes hederae

Gemeine Furchenbiene Lasioglossum sp. Zoom

Gemeine Furchenbiene Lasioglossum sp.

Sandbiene Andrena cineraria Zoom

Sandbiene Andrena cineraria

Zoom

Nisthilfe für Bewohnerinnen von Totholzbäumen

Nisthilfe für Bewohnerinnen von Totholzbäumen Zoom

Nisthilfe für Bewohnerinnen von Totholzbäumen

Weitere Informationen

nach oben