Claramatte

Die Claramatte als grüne Oase in Kleinbasel mit vielen Spielgeräten für Kinder.

Die 2006 neu gestaltete Grünanlage ist ein wichtiger Freiraum in einem dicht besiedelten Quartier.

Die Claramatte ist eine bedeutende öffentliche Grünanlage im dicht überbauten Kleinbasel. Sie entstand aus einem Teil des einstigen Frauenklosters St. Clara. Ab 1820 wurde die in einer Mulde liegende Wiese im Sommer als Turnplatz und im Winter als Eisbahn genutzt. 50 Jahre später wurde die Mulde eingeebnet und 1872 als Square nach englischem Vorbild angelegt. In den Fünfzigerjahren des 20. Jahrhunderts wurden die Längsseiten der Anlage abgeschnitten und in Parkplätze umgewandelt. Alte Parkbäume standen nun zwischen parkenden Autos. Die unattraktive Gestaltung, ein überalterter Baumbestand und der hindernisreiche Zugang führten zunehmend zu Nutzungsproblemen. Im Jahr 2000 führte die Christoph Merian Stiftung (CMS) unter fünf eingeladenen Büros einen Studienauftrag zur Aufwertung und Erweiterung der Anlage durch. Auch Vertreter des Quartiers wurden hinzugezogen. Aus dem Wettbewerbsverfahren ging das Projekt des Landschaftsarchitekturbüros Raderschall in Meilen als Sieger hervor. Das Wettbewerbsprojekt sah eine Verbreiterung der Claramatte entlang der Drahtzug- und der Klingentalstrasse vor, wodurch die Grünanlage um 1600 m² auf rund 10‘000 m² vergrössert wurde. Dafür wurden 154 Parkplätze aufgehoben. Der Bau eines unterirdischen Quartier-Parkhauses 2004 kompensierte den Verlust dieser Parkflächen. Der Umbau der Claramatte begann im Oktober 2005 und konnte im Sommer 2006 abgeschlossen werden. Die Neugestaltung der Claramatte kostete rund 3.5 Millionen Franken und wurde durch die Christoph Merian Stiftung (CMS) finanziert.

Hauptattraktion der Claramatte ist der Kinderspielplatz, der in Form von offenen Spielbereichen den Rahmen der Anlage bildet. Er besteht aus einer burgähnlichen Anlage mit Brücken und einem Kletterturm, Rutschbahnen, Seilbahnen, einem Bolzplatz und anderen Geräten. Eine weitere Attraktion ist das «Planschbecken», ein u-förmiger Wasserkanal aus dem alle Viertelstunde eine Wasserfontäne spritzt.

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