Garten der Alten Universität

Der Garten der Alten Universität wurde von der Stadtgärtnerei neu gestaltet und ist seit August 2017 für die Bevölkerung zugänglich.

Wichtige Stationen

1589  Errichtung des ersten universitären Botanischen Gartens der
          Schweiz
1692  Verlegung des Gartens in den ehemaligen Klostergarten bei
          der Predigerkirche
1695  Kauf des Terrassengartens durch Hans Franz Sarasin
          (1649 – 1719)
1860  Umwandlung in eine landschaftliche Anlage mit Koniferen und
          Laubbäumen
1942  Erwerb des Gartens durch den Kanton Basel-Stadt
1959  Renovation und Ausbau des Gebäudes zugunsten der Zoologie
2000  Wegzug Zoologisches Institut der Universität Basel
2005  Nachlass Karl Schlecht an die Stadt Basel
2017  Eröffnung der sanierten Anlage, deren Bepflanzung sich an alle
          Epochen der Gartenentwicklung anlehnt

 

Parkgeschichte

Von angesehenen Professoren und generösen Gärtnern
Die bewegte Geschichte des Gartens der Alten Universität nimmt ihren Anfang mit Caspar Bauhin, einem Schüler des berühmten Basler Professors Felix Platter. Nachdem ihm die neu geschaffene Professur für Anatomie und Botanik verliehen wird, richtet er 1589 hier den ersten Botanischen Garten der Schweiz ein. Dieser Hortus Medicus diente angehenden Medizinern zum Pflanzenstudium und zur Herstellung von Heilmitteln. Nach dessen Verlegung an den Petersgraben erwirbt der Bandfabrikant Hans Franz Sarasin das Grundstück und lässt das grüne Kleinod in einen schlichten, aber durchaus reizvollen Lustgarten umgestalten.

Mit dem Aufkommen der streng geometrisch angelegten Barockgärten verlieren im 18. Jahrhundert die Sarasins jedoch das Interesse daran, und er wird wieder vermehrt von der Universität genutzt – u.a. vom Zoologischen Institut.

Der mittlerweile desolate Bauzustand zwingt um 1890 viele Institutionen von hier wegzuziehen und fehlende Mittel führen dazu, dass der Garten zusehends verwildert und in Vergessenheit gerät. Erst mit dem Wegzug der Zoologen wird erneut über seine Nutzungsmöglichkeiten diskutiert.

Als 2005 bekannt wird, dass der ehemalige Gärtnermeister Karl Schlecht einen Teil seines Vermögens der Stadt vermacht hat, mit der Auflage es für ein «grünes Basel» einzusetzen, entscheiden sich Stadtgärtnerei und Erbengemeinschaft, mit dem Nachlass den hiesigen Garten wiederzubeleben.

Nach einer denkmalgerechten Sanierung ist er seit August 2017 erstmals der Öffentlichkeit zugänglich.

 

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Bild Staatsarchiv_Falk. Fa 2, 2

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Für Parkanlagen mit besonderer Geschichte wurden Tafeln erstellt.

Das PDF der Tafel vom Garten der Alten Universität können Sie hier herunterladen:

Tafel Garten der Alten Universität

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