Margarethenpark

 Der Margarethenpark bietet weitläufige Spazierwege und wurde nach englischem Vorbild angelegt.

Der Margarethenpark ist im Besitz der Stadt Basel, liegt aber auf Boden der Gemeinde Binningen (BL) und umfasst eine Fläche von 9,5 Hektar. Am Übergang zwischen Stadt und Landschaft gelegen, ist der Margarethenpark mit seinen Wald- und Wiesenflächen, Spazierwegen und Freizeitangeboten heute ein wichtiges Naherholungsgebiet für die Quartiere Gundeldingen und Bruderholz.

Historische Parkanlage

1822 erwirbt Karl Burckhardt das vor der Stadt gelegene St. Margarethen-Gut mit Kirche, Matten- und Ackerland in der Absicht, sich dort ein Landhaus mit Garten zu bauen. Die 1823 erstellte Gartenanlage ist ein, in ihrer Konzeption bemerkenswertes Beispiel eines vorbildlich angelegten Landschaftsgartens. Mit dem Einbezug der Landwirtschaft als wesentlicher Bestandteil, steht der Garten ganz in der Tradition der «Ornamented Farm», die das Vergnügen eines Landsitzes mit der Nützlichkeit eines Landgutes vereint.

1897 kauft die Einwohnergemeinde Basel-Stadt mit freiraumplanerischer Weitsicht den privaten Besitz und gestaltet das Areal in einen öffentlichen Park um. Die Gestaltung orientiert sich formal an den englischen Parkanlagen und funktional an den Bedürfnissen der Stadtbevölkerung für Sport, Spiel und Aufenthalt. Mit dem Bau der Kunsteisbahn (1933/34) wird ein grosser Teil der Grünanlage überbaut.

Parkpflegewerk und Massnahmenplanung

Der Margarethenpark wird aus städtebaulichen, kultur- und kunsthistorischen sowie ökologischen Gründen als schützenswert eingestuft. Der hohe Nutzungsdruck, neue Anforderungen und die natürliche Sukzession werfen Fragen nach dem Umgang, der detaillierten Pflege und der Weiterentwicklung des Margarethenparks auf, die mit einem von der Stadtgärtnerei in Auftrag gegeben Parkpflegewerk geklärt wurden.

Gemäss Leitbild sollen die Grosszügigkeit und der Landschaftsgartencharakter des Parks wieder hergestellt werden. Neue Nutzungen und Anforderungen werden in verträglichem Masse integriert. In einem Idealplan wird z. B. vorgeschlagen, den Bereich um die Villa wieder in der ursprünglichen Grösse und Gestalt herzustellen. Die Waldflächen sollen langfristig redimensioniert respektive wieder als wertvolle «Waldwiesen» genutzt werden. Sichtbeziehungen werden wieder freigestellt. «Verstellte» Räume sollen geöffnet und die räumliche Abfolge spannungsreicher gestaltet werden. An den Hauptwegen bieten aneinandergereiht kleine Spielplätze vielfältige Spiel- und Aufenthaltsmöglichkeiten und können auf einem Rundgang entdeckt werden.

Im Parkpflegewerk wurde ein langfristiges Konzept für die weitere Entwicklung des Margarethenparks erarbeitet. Ein Grossteil der zukünftigen Massnahmen kann über den normalen Unterhalt laufen.
 

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Buchempfehlung

Alex Capus, 1961 in Frankreich geborener Schriftsteller, der seit Jahren in Olten lebt und schreibt, beweist im Roman «Fast ein bißchen Frühling» seine Qualitäten als sprachmächtiger Flunkerer. Wieder verwebt er Zeitgeschichte und Fiktion nahtlos zu einem stimmigen, zwischen Räuberpistole und Doku-Drama oszillierenden Plot. Capus, der monatelang die Basler Polizeiarchive durchforstete, um Zeugenaussagen zu studieren und Originaldokumente einzusehen, schlägt aus dem historisch verbürgten Material immer neue, poetische Funken. Angereichert mit dem Lokalkolorit aus dem Basel jener Jahre, erzählt er die rasante Geschichte zweier scheinbar ruppiger Draufgänger, die sich in den Kopf gesetzt haben, ihrer rußgrauen Wuppertaler Existenz zu entfliehen – doch bereits in Basel stranden. Die beiden verliebten Narren überfallen in Basel eine Bank und befördern im Folgenden mehr als ein halbes Dutzend Schweizer Polizeibeamten ins Jenseits, ehe sie sich endgültig von der Staatsmacht umstellt sehen – und im Margarethenpark ihrem verpfuschten Dasein eigenhändig ein Ende machen.
( ISBN-10: 3-446-23917-0)
 

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